Wissenschaft und Forschung

Die Förderung von Projekten in den Bereichen Wissenschaft und Forschung steht im Vordergrund der Aktivitäten der Stiftung. Neben eigenen, von der Stiftung initiierten Projekten, die von Forschungsvorhaben bis zur Veranstaltung von wissenschaftlichen Tagungen und der Verleihung von Auszeichnungen reichen können, fördert die Hochschule auch geeignete externe Projekte in Kooperation mit anderen Hochschulen (einschließlich der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft) und Forschungseinrichtungen.

Geförderte Projekte


Prof. Dr. Thomas Straubhaar (Foto: Körber-Stiftung/Claudia Höhne)

Frau Dr. Deniz Karaman Örsal

 

Das Projekt „Neuvermessung der Weltwirtschaft: Wie verändert die Digitalisierung die Messung der Wertschöpfung“ unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Straubhaar ist im September 2018 gestartet und läuft seither wie im Antrag und Zeitplan vereinbart.

Projektziel

Das Projekt will nach neuen Methoden und Verfahren suchen, um die Wertschöpfung im Zeitalter der Digitalisierung adäquat identifizieren und abbilden zu können.

Projektbeschreibung

Im Zeitalter der Digitalisierung werden viele Werte nicht mehr "dinglich" hergestellt. Sie bemessen sich nicht mehr an oder in örtlich zurechenbaren Stückzahlen, Fahrzeugen, Materialeinheiten, sondern in "Daten". Wenn Datenströme den Warenhandel ergänzen und teilweise ersetzen, wenn Wertschöpfung im Internet und nicht mehr in Fabriken entsteht, wenn aus der Nationalökonomie eine global hoch vernetzte Weltwirtschaft wird, dann kommen herkömmliche Verfahren der BIP-Messung an ihre Grenzen.

Vorgehensweise

Das Projekt will Verfahren entwickeln, wie sich Digitalisierungseffekte messen, analysieren und ggf. optimieren lassen. Daraus sollen Schlussfolgerungen für die Messung von Wachstum, Produktivität und die wirtschaftspolitischen Konsequenzen gezogen werden.

Projektergebnisse

Seit Mitte September 2018 bearbeitet Frau Dr. Deniz Karaman Örsal als Projektmitarbeitern den inhaltlichen Fortgang des Projekts. Sie ist als ausgewiesene empirisch arbeitende Ökonomin und apl. Professorin der Universität Lüneburg dafür hoch kompetent und bestens geeignet.

Frau Dr. Karaman Örsal hat im April 2019 im Forschungsseminar der Professur Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Hamburg einen Vortrag gehalten, in dem sie den gegenwärtigen Stand ihrer Erkenntnisse eindrücklich präsentiert hat.

Es konnte ein Artikel in einer referierten Handbuch-Reihe in einem renommierten Verlag eingereicht werden, der zur Veröffentlichung Anfang 2020 angenommen worden ist und eine Referenz zur finanziellen Unterstützung der Nordakademie-Stiftung enthalten wird.

 

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr. Nick Gehrke (Leitung), Steven Dehlan (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projektpartner: Alois Krtil, Innovations-Kontakt-Stelle Hamburg

Projekt läuft seit: September 2018

Bewilligungszeitraum: 1 Jahr

Fördersumme: 63.300,00 Euro

 

Alois Krtil, Prof. Dr. Nick Gehrke und Steven Dehlan

Projektziel

Ziel des Projekts, das unter Leitung von Prof. Dr. Nick Gehrke an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG durchgeführt wird, ist es, geeignete Prozesse für einen Transfer von innovativen wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Unternehmenspraxis zu untersuchen und prototypisch umzusetzen.

Projektbeschreibung

Das Projekt ist untergliedert in vier Arbeitspakete:

  • Konzeption eines Innovationsprozesses
  • Transferportal
  • InnovationLabs
  • Dissemination.

Zielgruppe: Wissenschaftler und Vertreter aus Unternehmen

Ausgangslage

Ergebnisse aus Masterprojekten an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG werden kaum für die Praxis genutzt. Erkenntnisse aus den Projekten verbleiben in der Hochschule und werden nicht bestmöglich verwertet.

Lösungsansatz

Das Projekt will einen Innovationsprozess konzipieren. Das Transfermodel soll in der Lage sein, Nutzungsrechte an Ergebnissen der Masterprojekte zu managen und den auftraggebenden Unternehmen rechtssicher zu übertragen.

Projektergebnisse

Am 28. November 2018 wurde im Dockland die Disruptive Lounge mit ca. 120 Teilnehmern veranstaltet. Es gab diverse Innovationen aus der Region zu bestaunen. Dokumentation hier: https://www.nordakademie.de/news/disruptive-lounge-zum-thema-machine-learning

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Meussen (Ltg), Prof. Dr. Matthias Finck, Martin Hieronymus (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projekt läuft seit: Dezember 2018

Bewilligungszeitraum: 2 Jahre

Fördersumme: 170.000,00 Euro

 

Prof. Dr. Matthias Finck, Prof. Dr. Bernhard Meussen und Martin Hieronymus (v.l.n.r.)

Projektziel

Aufbauend auf Erfahrungen im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen (z. B. Erfahrbarmachung von Möglichkeiten der Digitalisierung im Blende-Learning-Kontext) soll das Curriculum weiterentwickelt, analysiert und auch anderen Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Ziele des Projekts sind:

  • Einbetten von Laborveranstaltungen in das Blended Learning Konzept
  • Auswahl geeigneter Beispiele von CPS zur didaktischen Aufbereitung der Digitalisierung
  • Bereitstellung geeigneter Technologien zur Vorbereitung und Durchführung der neuartigen Laborveranstaltungen und kompetenzorientierter Prüfungen im Rahmen eines berufsbegleitenden Studiums. Das Projekt folgt dem Problemlösungszyklus.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der NORDAKADEMIE stellt sich die Herausforderung, Qualifikationsziele, Studieninhalte und Prüfungen im Sinne des Constructive Alignments mit der Berufstätigkeit der Studierenden aufeinander abzustimmen.

Projektergebnisse

Projektverantwortliche sind Herr Prof. Dr. Matthias Finck sowie Prof. Dr. Bernhard Meussen von der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG. Die Projektlaufzeit beträgt 24 Monate und ist im Dezember 2018 gestartet. Das Ende des Projekts ist damit auf den 30. November 2020 terminiert.

Eine Anfrage der TU Berlin an die TU Dortmund hat dazu geführt, dass Martin Hieronymus für einen Vortrag und Workshop zum Thema Digitalisierung der Lehre in den Ingenieurwissenschaften eingeladen worden ist. Eine Tagung zum Thema Digitalisierung des Ing.-Studiums fand am 23.04.2019 statt.

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr. David Scheffer (Leitung), Dr. Zahurul Islam (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projektpartner: CAPTA-Institut

Projekt läuft seit: Dezember 2018

Bewilligungszeitraum: 2 Jahre

Fördersumme: 190.400,00 Euro

 

Dirk Johannßen, Prof. Dr. David Scheffer und Dr. Zahurul Islam (v.l.n.r.) im Gespräch

Projektziel

Forschungsgebiet ist die Auswertung von digitalisierten Texten (Erarbeitung eines KI-basierten Algorithmus zur psychometrischen Textanalyse).

Projektbeschreibung

Verantwortlich für dieses Projekt an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG ist Herr Prof. Dr. David Scheffer.

Fortschritte und Machine und Deep Learning ermöglichen heute die halbautomatische Analyse großer Textcorpora. Auf der Basis von Vorarbeiten von Prof. Dr. David Scheffer können psychometrische Kriterien wie beispielsweise implizite Motive, Affekte und kognitive Stile computergeschützt in Texten kodiert werden. Bislang jedoch können solche Algorithmen von Studierenden und Forschern nicht genutzt werden. Dadurch verpassen Wirtschaftspsychologen die Gelegenheit, ein fast grenzenloses Versuchslabor zu nutzen, da digitalisierte Texte sowohl im Auswahltest, dem Assessment Center wie auch im Internet kodiert und mit anderen Kriterien korreliert werden könnten.

Vorgehensweise / Projektergebnisse

Im Rahmen des CAPTA Projekts wurde im Doktorandenprogramm für Herrn van Heteren-Frese erfolgreich eine Kooperation mit dem Fachbereich Psychologie der Universität Trier (Prof. Dr. Nicola Baumann) aufgebaut. Forschungsfrage ist die Optimierung der Validität von auf Maschinen-Lernen beruhenden Textauswertungs-Algorithmen, die für Prognosen von menschlicher Arbeitsmotivation und die Person-Job-Passung wichtig sind, wie sie u.a. im jährlich stattfindenden Assessment Center der NORDAKADEMIE gemessen werden.

Ein weiterer Doktorand, Dirk Johannßen, wird im Rahmen des CAPTA Projekts an der Universität Hamburg von Prof. Dr. Chris Biemann betreut. Als studierter Wirtschaftsinformatiker fokussiert sich Dirk Johannßen auf die Möglichkeiten und Grenzen von Maschinen-Lernen, künstlicher Intelligenz und „Deep Learning“ bei der automatischen Auswertung von Texten nach psychometrischen Kriterien.

Beide Doktoranden setzen ihre Erfahrungen auch sehr erfolgreich in der Lehre an der NORDAKADEMIE ein. Dirk Johannßen hat im November eine Viertel-Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Wirtschaftspsychologie begonnen.

Weitere Kooperationspartner konnten mit Prof. Dr. Kersting von der Universität Gießen, Prof. Dr. Semar von der Hochschule Chur sowie der Leiterin des Instituts für Teamforschung von der Universität St. Gallen in Person von Stephanie Schoss gewonnen werden.

Nach der von der Stiftung ermöglichten Berufung von Dr. Zahurul Islam auf eine halbe Professur in Computer Linguistik, begann das CAPTA Projekt offiziell mit einer Konferenz der beteiligten Universitäten am 4. Januar 2019. Es sollen erste Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge geplant werden.

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr. Stefan Behringer (Leitung), Dr. Malte Passarge, Sandra Scherbarth, Jennifer Schwanke und Anjuli Unruh (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projektpartner: Prof. Dr. habil. Patrick Ulrich (Hochschule Aalen), Prof. Dr. Ralf Kölbel (Ludwig Maximilians Universität München, Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie)

Projekt läuft seit: Juli 2018

Bewilligungszeitraum: 3 Jahre

Fördersumme: 411.000,00 Euro

 

Prof. Dr. habil. Stefan Behringer, Jennifer Schwanke, Sandra Scherbarth, Anjuli Unruh und Dr. Malte Passarge, Direktor des Instituts für Compliance im Mittelstand (v.l.n.r.)

Projektziele

  1. Forschungsprojekt zu Korruptionsneigung von Familienunternehmen - Sind Familienunternehmen korruptionsanfälliger als große börsennotierte Unternehmen?
  2. Forschungsprojekt zu Whistleblowing - Was motiviert Whistleblower zu Meldungen und wie kann in Unternehmen ein positives, aufrichtiges Meldeverhalten gefördert werden?

Projektbeschreibung / Projektergebnisse

Es werden drei Projekte innerhalb des Instituts für Compliance von Prof. Dr. Stefan Behringer gefördert: Norddeutsches Justiz-Panel, Erforschung der Korruptionsgefährdung von Familienunternehmen, Entwicklung der Schutzgesetzgebung für Hinweisgeber. Die drei Teilprojekte sind im Berichtszeitraum planmäßig vorangegangen.

Korruptionsneigung in Familienunternehmen

Die systematische Literaturanalyse wurde fortgesetzt. Ein erster Beitrag wurde für die Jahrestagung der Kommission Wissenschaftstheorie und Ethik in den Wirtschaftswissenschaften des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft im März 2019 in Budapest eingereicht. Der Beitrag trägt den Titel „Selbstreferentialität in Familienunternehmen: Non-Compliance aus der Sicht des soziologischen Neo-Institutionalismus“.

Whistleblowing

In einem ersten Arbeitstreffen mit den Partnern von der Ludwig Maximilians Universität München wurde die Arbeit systematisiert. Erste Veröffentlichungen sind geplant. So wird von Nico Herold in einem Sammelband der Beitrag „Zur Kontroll-Funktionalität von Whistleblowing-Systemen im Lichte aktueller empirischer Erkenntnisse“ erscheinen. Die Befragung im Rahmen des eigenen Forschungsprojekts wird derzeit vorbereitet. In ca. 20 leitfadengestützten Interviews werden Compliance-Manager befragt. Daneben sollen Whistleblower befragt werden. Hierzu werden Aufrufe in den einschlägigen Compliance-Zeitschriften aber auch in verschiedenen Medien der Tagespresse veröffentlicht.

Norddeutsche Justiz Studie

Der Fragebogen zur Zufriedenheit von Unternehmen mit der Justiz ist fertiggestellt und mit den Projektpartnern Handelskammer Hamburg und Deutscher Industrie- und Handelskammertag abgestimmt.

Das Institut für Compliance im Mittelstand an der NORDAKADEMIE hat die Förderung von drei Teilprojekten über drei Jahre beantragt, um mittelfristig die Grundlagen zu schaffen, sich selbst finanzieren zu können. Dazu ist eine erhöhte Sichtbarkeit durch die Forschungsaktivitäten nützlich. Diese Bemühungen um Drittmittel außerhalb der Finanzierung durch die NORDAKADEMIE-Stiftung trägt erste Früchte. Das Institut wird ab 2019 die Berufsfeldstudie für den Bundesverband der Compliance-Manager (BCM) jährlich durchführen. Der BCM ist der größte Berufsverband im Bereich Compliance, die Berufsfeldstudie die bedeutendste empirische Untersuchung in diesem Feld.

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr. Daniel Graewe (Leitung), Johanna Tensi (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projektpartner: Institut für angewandtes Wirtschaftsrecht

Projekt läuft seit: September 2018

Bewilligungszeitraum: 2 Jahre

Fördersumme: 191.800,00 Euro

 

Prof. Dr. Daniel Graewe und Johanna Tensi

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, wissenschaftlich und praxisnah zu erarbeiten, welche Faktoren bei deutsch-chinesischen Unternehmenstransaktionen (vollständige oder teilweise Übernahmen) und Joint Ventures dazu führen, dass solche Vorhaben überproportional häufig scheitern. Hierauf aufbauend sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um diese Faktoren zu minimieren.

Projektbeschreibung

Unternehmensübernahmen und Joint Ventures zwischen Deutschland und China sind nicht unüblich im Markt, scheitern aber überproportional oft. Denn bei deutsch-chinesischen Investitionen werden auf Grund unterschiedlicher wirtschaftlicher, rechtlicher und kultureller Rahmenbedingungen oftmals Erfolge erschwert oder verhindert: Vertragsverhandlungen bei M&A-Transaktionen werden abgebrochen, bei vollständigen Übernahmen kommt es zu Problemen in der Post-Merger-Integration, bei teilweisen Übernahmen zu Differenzen in der gemeinsamen Unternehmensführung; das gleich gilt für die Führung von Joint Ventures. Hier gilt es anzusetzen und zu analysieren, welche Faktoren genau eine Rolle spielen und wie deren negativer Einfluss begrenzet werden kann.

Vorgehensweise

Entwicklung und Status regulatorischer Rahmenbedingungen deutsch-chinesischer Investorenbeziehungen werden quantitativ und qualitativ analysiert, im Anschluss daran sollen die speziellen Forschungsthemen bearbeitet und Konzepte entwickelt werden.

Projektergebnisse

Seit September 2018 wurden durch Herrn Prof. Graewe, Projektverantwortlicher, und eine studentische Projektgruppe Untersuchungen zu Einzelthemen eingeleitet, unter anderem wurde der Entwurf eines Managerleitfadens entwickelt.

Zum 01.01.2019 hat Frau Johanna Tensi, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Vollzeit, mit der Projektarbeit begonnen. Aktuell werden Kontakte zu wissenschaftlichen Projektpartnern aufgebaut, insbesondere zur Tongji Universität Peking und zur Universität Köln. Im November 2019 wird eine Fachtagung zum Projektthema erfolgen.

FAKTEN ZUM PROJEKT

Projektteam: Prof. Dr. Michael Lühn (Leitung), Prof. Dr. Holger Petersen (Leitung), Anne-Katrin Nuzum (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft)

Projektpartner: Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Julius Wenzig (Leuphana Universität Lüneburg)

Projekt läuft seit: Oktober 2018

Bewilligungszeitraum: 2 Jahre

Fördersumme: 143.000,00 Euro

 

Prof. Dr. Michael Lühn, Anne-Katrin Nuzum und Prof. Dr. Holger Petersen (v.l.n.r.)

Projektziel

Das Forschungsvorhaben soll empirisch mithilfe qualitativer Interviews und Fokusgruppen mögliche Ursachen der Zurückhaltung von Controllern im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen ergründen, um daraus Empfehlungen abzuleiten, wie die Aufgabenbereiche des Nachhaltigkeitsmanagements und Controllings zielführend aufeinander abgestimmt und effektiv miteinander verzahnt werden.

Projektbeschreibung

Wissenschaftliche Studien und Fachbeiträge betonen seit Jahren die steigende Relevanz betrieblicher Nachhaltigkeitsziele für Unternehmen allgemein sowie insbesondere für das Aufgabenfeld des Controllings. In der Unternehmenspraxis sind Controller jedoch bislang wenig in die Planung von Nachhaltigkeitsstrategien und das Monitoring der betrieblichen Nachhaltigkeitsleistung involviert. Nachhaltigkeitscontrolling findet in vielen Unternehmen zwar statt, jedoch wird es eher von Nachhaltigkeitsmanagern in eigener Sache betrieben als von hiermit betrauten Controllern. Infolgedessen mangelt es häufig an der Rationalitätssicherung einer prüfenden, beratenden Instanz.

Vorgehensweise

Aufbauend auf einer gründlichen Literaturanalyse sollen qualitative Experteninterviews genutzt werden, um Ursachen einer mangelnden Einbindung des Controllings in Nachhaltigkeitsanliegen zu ergründen. Die Inhaltsanalyse der Interviews soll geordnete Ergebnisse zu den Gründen der bisher praktizierten Abgrenzung und Zusammenarbeit von Controlling und Nachhaltigkeitsmanagement offenlegen und aufgrund von Vergleichen mit den Benchmarks Probleme, Potentiale und zielführende Vorgehensweisen einer intensiveren Kooperation greifbar machen.

Projektergebnisse

Verantwortlich für dieses Projekt sind Prof. Dr. Michael Lühn sowie Prof. Holger Petersen der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft. Das Projekt hat mit der Einstellung von Julius Wenzig, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana Universität Lüneburg, zum 15.10.2018, sowie mit der Einstellung von Anne-Katrin Nuzum, Projektmitarbeiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der NORDAKADEMIE, zum 1.11.2018 begonnen.

Im gemeinsamen Kick-off von NORDAKADEMIE und Leuphana Mitte November wurden die Projektziele, der Gesamtprojektplan, sowie das weitere Vorgehen zur Interviewakquise abgestimmt.

Die notwendige IT-Infrastruktur liegt vor: Ein gemeinsames Projektmanagement-Tool und eine gemeinsame Literaturverwaltung ist eingerichtet.

Die Abschlusstagung ist auf den 30.10.2020 im Dockland terminiert.

Das Forschungsprojekt soll in einer Kooperation der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG mit dem Cradle to Cradle e.V. das vorhandene Wissen zu C2C-Lösungen in Gebäuden und zur Innenraumgestaltung aufbereiten und verfügbar machen. Zusammen mit Unternehmensvertretern und Vorreitern im C2C-Bau werden Handlungsempfehlungen entwickelt sowie aktuelle Lücken und Herausforderungen bei der Kreislaufführung identifiziert.

Das gemeinschaftliche Projekt der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft gAG und der Copenhagen Business School (CBS) wurde im Oktober 2018 genehmigt und befindet sich in der Startphase. Auf Seiten der NORDAKADEMIE ist Herr Prof. Dr. Frank Fürstenberg für das Projekt verantwortlich.