Verabschiedung des RowHHome-Teams im NORDAKADEMIE-Veranstaltungszentrum im Hamburger Dockland

Atlantiküberquerung im Ruderboot – Vier junge Frauen im härtesten Rennen der Welt

9. November 2019

18:00 Uhr

Hamburg

Das Vorhaben klingt fantastisch, wenn nicht sogar undurchführbar: Vier Frauen im Alter von 26 bis 51 Jahren möchten im Rahmen der Talisker Whisky Atlantic Challenge den Atlantik bezwingen, ganz auf sich allein gestellt, in einem Ruderboot, welches ausschließlich durch die Kraft ihrer Muskeln angetrieben wird, ohne Hilfsmotor und ohne Begleitfahrzeug.

Aber genau dies haben sich Catharina Streit (33), Meike Ramuschkat (33), Stefanie Kluge (51) und Timna Bicker (26) vorgenommen. Hierfür haben sie 1,5 Jahre trainiert, parallel dazu Sponsoren angeworben und die Organisation des überaus komplexen Vorhabens vorbereitet.

Start des Rennens war am 12. Dezember 2019 auf La Gomera. Ziel war Antigua in der Karibik.

Höchste Zeit also, Familienangehörigen, Freunden und Projektpartnern Lebewohl zu sagen und die vielen Wünsche für eine glückliche Heimkehr entgegen zu nehmen.

Ort der Farewell-Party war das neue Veranstaltungszentrum der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft in der obersten Etage des Hamburger Docklands. Begrüßt wurden die gut 150 Gäste vom Vorstand der NORDAKADEMIE-Stiftung, Prof. Dr. Georg Plate. „Eigentlich berichte ich bei derartigen Veranstaltungen immer über die Story, wie unsere gemeinnützige Hochschule von äußerst bescheidenen Anfängen in einem heruntergekommenen Gebäude am Pinneberger Bahnhof zu inzwischen zwei mit modernster Technik ausgerüsteten Etagen in dem Dockland mit diesem atemberaubenden Elbblick gekommen ist. Aber so abenteuerlich diese Entwicklung der NORDAKADEMIE auch sein mag – so verblasst diese jedoch vor den Herausforderungen, welche das RowHHome-Team in den nächsten Wochen bewältigen muss“.

Den guten Wünschen für eine glückliche Heimkehr schloss sich in seiner Begrüßung auch der Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, Frank Schweickert, an. Er verwies darauf, dass bereits 1956 der Deutsche Hannes Lindemann in einem Faltboot den Atlantik überquert hatte, so dass sich das RowHHome-Team in bester Tradition befindet. „Tragen Sie mit Ihrem Vorhaben bitte dazu bei“, gab er den Ruderinnen mit auf den Weg, „dass in der Öffentlichkeit noch mehr Bewusstsein dafür entsteht, wie schützenswert, aber auch wie verletzlich die Meere als unverzichtbare Lebensgrundlage der Menschheit sind“.

Die vier Ruderinnen bedankten sich bei Angehörigen, Freunden und den vielen weiteren Förderern für ihre Unterstützung, ohne die die Umsetzung ihres Vorhabens nicht möglich wäre. Als persönliche Highlights bewerteten sie, dass sie in Verbindung mit ihrem Projekt viele neue Kontakte knüpfen und viele interessante Menschen kennenlernen durften. Besonders beeindruckend war, dass keine von ihnen das Projekt als besonders gefährlich darstellte. An Mut und Selbstbewusstsein mangelt es den jungen Frauen offenbar nicht.

Auch Petrus spielte mit: Beim abschließenden Get Together konnten die Gäste trotz der kalten Jahreszeit sogar die riesige Terrasse nutzen und den unvergleichlichen Panoramablick über das abendliche Geschehen auf der Elbe genießen. Zu sehen war ein Kontrastprogramm der besonderen Art, nämliche die Schiffstaufe der MSC Grandiosa. Welch ein Gegensatz – auf der einen Seite ein 331 Meter langer Kreuzfahrtkoloss, auf der anderen Seite die Nussschale, in der sich vier junge Frauen mutterseelenallein über den Atlantik wagen.