Norddeutsche Wirtschaftsgespräche. Thema: "Deutschland zwischen Umweltschutz und Umweltwahn"

Am 29. Juli 2019 war der „Erdüberlastungstag“, also der Tag, an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen in diesem Jahr überstieg. Umweltschutz ist daher, auch vor dem Hintergrund der gerade bestimmenden Klimadebatte ein allgegenwärtiges Thema.

3. Juli 2019

19:00 Uhr

Hamburg

Atom- und Kohleausstieg, Dieselverbot, Fridays for Future, Plastikbann, Pfand auf Kaffeebecher, Veggidays, harte CO²-Begrenzung, Glühbirnen-Verbot, strenger Schutz von Wolf und Schierlings-Wasserfenchel, staatliche Beihilfen für den Kauf von E-Autos usw. Was den vermeintlichen Umweltschutz angeht, ist Deutschland stets ganz vorne mit dabei. Keine soziale Bewegung in der Geschichte siegte so schnell, wie die Öko-Bewegung. Aber sind Sparleuchten umweltfreundlich, die schädliches Quecksilber enthalten? Ist Bio-Landwirtschaft ökologisch, die doppelt so viel Land benötigt? Sind Windkraftwerke umweltfreundlich, die Vögel und Fledermäuse töten, oder Biodiesel, der aus Palmöl stammt? Und was ist mit chinesischen Batteriefabriken, die die Umwelt verschmutzen und Menschen vergiften? Eine der zentralen Fragen der Debatte lautet in diesem Kontext: Wann fängt Umweltschutz an, unvernünftig zu werden und unseren Wohlstand zu bedrohen?

Darüber diskutierten am 03. Juli 2019 auf dem TV-Kanal Hamburg 1 im Rahmen der NORDAKADEMIE Wirtschaftsgespräche unter Moderation von Prof. Dr. Daniel Graewe im Dockland: Michael Braungart (Leiter Umweltinstitut Hamburg), Roland Tichy (Publizist und ehemaliger Chefredakteur Wirtschaftswoche), Manfred Braasch (Geschäftsführer BUND Hamburg) und Jan Fleischhauer (Der SPIEGEL). Im Anschluss waren die rund 100 Gäste im Publikum noch eingeladen, bei einem Glas Wein die Themen in lockerer Gesprächsatmosphäre in den Räumen der NORDAKADEMIE in Hamburg zu vertiefen.

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