Norddeutschland und die Corona-Krise: Wirtschaftliche Folgen und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf

Projektteam: Prof. Dr. Georg Plate (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft), Prof. Dr. Kerstin Fink (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft), Prof. Dr. Daniel Graewe (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft), Prof. Gabriel Felbermayr (IfW Kiel)

Projektpartner: Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) 

Projekt läuft seit: 01. Oktober 2020

Bewilligungszeitraum:  18 Monate

Fördersumme: 40.000 Euro

 

Die Professoren Georg Plate, Kerstin Fink und Daniel Graewe (NORDAKADEMIE) mit Prof. Gabriel Felbermayr (IfW Kiel); v.l.n.r. © IfW Kiel - Michael Stefan

Das vorgeschlagene Projekt verfolgt ein inhaltliches und zwei strategische Ziele: 

Phase 1: Inhaltlich  verfolgt  das  Projekt  kurzfristig das  Ziel,  einen  Überblick  über  die  Folgen  der  Coronakrise  für  die  Wirtschaftsstruktur  und  die  konjunkturelle  Entwicklung  in  Hamburg  und  Schleswig-Holstein  zu  geben  und  mögliche  wirtschaftspolitische  Handlungsfelder  zu  identifizieren.

Phase 2: Zweitens soll das Projekt mittelfristig ein Schritt in Richtung einer kontinuierlichen Analyse  der  Wirtschaftsstruktur  und  der  konjunkturellen  Entwicklung  in  Norddeutschland,  vor  allem  Hamburg und Schleswig‐Holstein, sein.

Phase 3: Drittens wird durch das Projekt die Basis für eine nachhaltige strategische Kooperation zwischen der NORDAKADEMIE Elmshorn/Hamburg  und  dem Institut für Weltwirtschaft Kiel  gelegt.

 

Im Rahmen einer Strukturanalyse sollen für die Länder Hamburg und Schleswig‐Holstein (und ggf. die Metropolregion Hamburg als bundeslandübergreifende Wirtschaftsregion) jeweils die sektoralen Spezialisierungsmuster auf Basis von  Wertschöpfungs‐  und  Beschäftigungsindikatoren  herausge‐ arbeitet  werden. Auf diese Weise wird die empirische Ausgangsbasis für eine vielschichtige, strukturelle Analyse der Corona‐Krise in Hamburg, Schleswig‐Holstein und ggf. der Metropolregion Hamburg geschaffen. Um die akuten Krisen‐Effekte zeitnah  erfassen  zu  können,  sollen  unter  dem  Vorbehalt  der  Datenverfügbarkeit sektorale Monats‐ und Quartalsstatistiken ausgewertet werden. Die Entwicklung von einschlägigen Indikatoren wie Umsatz,  Beschäftigung,  Arbeitsstunden  oder Insolvenzen  soll  im  Vergleich  zu  geeigneten  Referenzzeiträumen  ausgewertet  und  so  der  Krisenverlauf  auf  Branchenebene  skizziert  werden. Zusätzlich zu einer regionalen Strukturanalyse wird das  IfW  im  Rahmen  des  Projekts  erstmals  makroökonomische  Konjunkturprognosen  für  Hamburg  und  Schleswig‐Holstein  im  vierteljährigen  Turnus  erstellen.

 

Das  Projekt  soll  in  vier  Einzelmodulen  (Milestones)  bearbeitet werden.  Ziel  ist es,  durch  diese  vier zeitlich aufeinanderfolgenden Module den Weg der Wirtschaft in Hamburg und Schleswig‐Holstein in  der  Corona‐Krise  und  danach  sukzessive  zu  skizzieren. 

Ein erstes Modul wird anhand von Strukturdaten des Jahres 2019 schwerpunktmäßig den Status Quo  der  Wirtschaftsstruktur  Hamburgs  und  Schleswig‐Holsteins  vor  dem  Beginn  der  Corona‐Krise  beleuchten. 

Ein zweites Modul, das Ende April 2021 fertiggestellt werden soll, wird die strukturelle Entwicklung  der  Wirtschaft  Hamburgs  und  Schleswig‐Holsteins  bis  zum  Beginn  des  Jahres  2021  analysieren. 

Ein drittes Modul wird Ende September 2021 vorgelegt. Es setzt die Strukturanalyse bis zum Sommer  2021  fort.  Darüber  hinaus  enthält  auch  dieses  Modul  eine  mit  politischen  Entscheidungsträgern  abgestimmte Schwerpunktanalyse, eine Prognose der konjunkturellen Entwicklung in Hamburg und  Schleswig‐Holstein  sowie eine Diskussion möglicher wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Ein „Policy‐ Roundtable“ zu diesem Modul soll im Oktober 2021 stattfinden.

Ein viertes und abschließendes Modul, das Ende März 2022 fertig gestellt werden soll, analysiert die  Strukturentwicklung  bis  zum  Ende  des  Jahres  2021.  Neben  einer  erneuten  Prognose  der  konjunkturellen  Entwicklung  in  den  beiden  Bundesländern  wird  dieses  Modul  einen  besonderen  Schwerpunkt auf die Analyse und Diskussion von wirtschaftspolitischen Handlungsempfehlungen für  11  Hamburg  und  Schleswig‐Holstein  legen.  Ein  abschließender  „Policy-Roundtable“  zu  diesem  Modul  soll im Mai 2022 stattfinden.

 

Schrader, K. (2021): In der Corona-Falle: Schleswig-Holsteins Tourismus braucht den Neustart. Eine Studie im Rahmen des Projekts „Norddeutschland und die Corona-Krise: Wirtschaftliche Folgen und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf“. https://www.nordakademie-stiftung.org/sites/default/files/user-%5Buser-…

 

Jessen-Thiesen, L. (2021): Die Hamburger Tourismusbranche in der Corona-Krise. Eine Studie im Rahmen des Projekts „Norddeutschland und die Corona-Krise: Wirtschaftliche Folgen und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf“. https://www.nordakademie-stiftung.org/sites/default/files/user-%5Buser-…