10.05.2021

In der Corona-Falle: Schleswig-Holsteins Tourismus braucht den Neustart

Die neue Kurzstudie zum Tourismus in Schleswig-Holstein entstand im Rahmen des geförderten Projekts „Norddeutschland und die Corona-Krise: Wirtschaftliche Folgen und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf“.

Überblick

  • Für Schleswig-Holsteins Tourismuswirtschaft endete das Corona-Jahr 2020 mit tiefroten Zahlen: Die Übernachtungen schrumpften um fast 20 Prozent und das Umsatzminus allein im Gastgewerbe betrug mehr als 25 Prozent, wo auch jeder 7. Arbeitsplatz verloren ging.
     
  • Aufgrund des seit November 2020 bestehenden Lockdowns ist das Jahr 2021 für den Tourismus bislang nochmals schlechter verlaufen. Bis einschließlich April dürften bereits etwa 15 Prozent der jährlichen Übernachtungen verloren sein. Nur bei einem raschen Neustart lässt sich unter günstigen Bedingungen wenigstens das Vorjahresergebnis erreichen. Im Mai und Juni müsste Tourismus wieder möglich sein.
     
  • Schleswig-Holstein hat den Vorteil, dass der Schwerpunkt der Übernachtungen bei Betrieben mit Selbstversorgung liegt. Ferienwohnungen oder Campingplätze lassen sich auch unter Einhaltung des notwendigen Infektionsschutzes leichter und schneller öffnen als Hotels.
     
  • Die für Mitte Mai von der Landesregierung angekündigten Lockerungen sind aus ökonomischer Sicht notwendig und kommen noch rechtzeitig. Die dann für das ganze Land geltenden restriktiven und kostenintensiven Infektionsschutzauflagen der gegenwärtigen Modellregionen eignen sich aber nicht als Blaupausen für den Urlaub 2021 in Schleswig-Holstein – sie können nur ein erster Schritt sein.
     
  • Ziel sollte die Rückkehr zu den erfolgreichen Regelungen des Sommers 2020 sein. Der Weg dorthin sollte gekoppelt an die Inzidenzentwicklung in Stufen erfolgen. Maßvoll genutzte neue Testmöglichkeiten und eine steigende Immunisierung der Gäste sollten für einen entspannten Urlaub 2021 im „echten Norden“ sorgen. Schlüsselwörter: Corona-Krise, Bundesländer, Schleswig-Holstein, Regionalpolitik, Tourismus

Lesen Sie HIER die komplette Studie.